Die Immobilienpreise sind nach wie vor im Aufwind. Das ist das Ergebnis des Postbank Wohnatlas 2020. Über 90 Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte verzeichneten höhere Kaufpreise. Beachtlich sind vor allem die Preisdifferenzen zwischen Alt- und Neubau in einigen Städten und Landkreisen. Der Wohnatlas zeigt also auch, wo es sich lohnt, in Bestandsbauten zu investieren. RE/MAX Germany fasst die Entwicklungen in diesem Beitrag zusammen.

 

Die Preisrallye geht weiter

Mit einem mittleren Wert von (inflationsbereinigt) 9,3 Prozent sind die Preise im Jahr 2019 sogar noch höher gestiegen als im Vorjahr. Das gilt nicht nur für die Metropolen, sondern auch für einige ländliche Gebiete.  Ebenfalls hoch ist die Nachfrage nach Immobilien in den Außenbezirken der Großstädte, den sogenannten „Speckgürteln“.

„Niedrige Zinsen, große Nachfrage und knappes Angebot – das waren auch 2019 die wichtigsten Preistreiber am Immobilienmarkt. Eine Trendwende ist derzeit in den meisten Regionen Deutschlands nicht in Sicht“, sagt Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft der Postbank.

Im Bundesdurchschnitt ist eine 70-Quadratmeter große Gebrauchtwohnung rund 89.400 Euro günstiger als eine Neubauwohnung (ab Baujahr 2017). Am größten ist der Preisunterschied in Stuttgart, dort spart der Käufer einer Immobilie aus dem Bestand knapp 166.000 Euro. Ähnlich hoch ist die Differenz in Düsseldorf, gefolgt von Frankfurt/Main (über 133.000 Euro), Berlin (knapp 110.000 Euro) und München (knapp 105.000 Euro). Mit gut 100.000 Euro Ersparnis kann ein Käufer in Köln rechnen. Weniger ins Geld geht der Neukauf in Hamburg. Hier beträgt der Aufpreis rund 80.500 Euro.

 

Teuerster Landkreis ist Nordfriesland

Der Wohnatlas bildet auch die Preisdifferenzen in den Landkreisen ab. Neun der zehn kostspieligsten Regionen befinden sich in Bayern. Spitzenreiter ist der Landkreis Miesbach, gefolgt von Starnberg, München (Landkreis) und Fürstenfeldbruck. In Miesbach schlägt der Quadratmeter im mittleren Preissegment im Neubau mit 9.400 Euro zu Buche. Hier kann der Käufer einer 70-Quadratmeter großen Bestandswohnung sogar über 263.000 Euro sparen.

Den Spitzenreiter unter den teuersten Landkreise findet man jedoch im Norden, hier haben die Preise entlang der Küste kräftig angezogen: Nordfriesland in Schleswig-Holstein mit den Inseln Sylt, Föhr und Amrum ist mit einem Quadratmeterpreis von 6.450 Euro und einem Kaufpreisanstieg von über 14 Prozent auf Platz eins.

Vergleichsweise niedrig, aber mit bis zu 48 Prozent überproportional gestiegen sind die Immobilienpreise in drei Landkreisen in Brandenburg – bedingt durch ein geringes Angebot. Den deutschlandweit stärksten Anstieg verzeichnete die Uckermark. Hier kostet der Quadratmeter knapp 1.700 Euro.

„Die stärksten Preissteigerungen des vergangenen Jahres sind also nicht in den Metropolen und deren Speckgürteln, sondern in weniger dicht besiedelten Regionen mit einem geringen und eher günstigen Immobilienangebot zu finden“, so das Fazit der Studien zum Wohnatlas.

 

 

 

Immobilienpreise – München weiterhin an der Spitze

Das Ranking der „Big Seven“ der deutschen Metropolen führt auch weiterhin München an. In der bayerischen Landeshauptstadt kostete der Quadratmeter im Bestand 2019 erneut 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr und liegt nun bei über 8.000 Euro.

Auf Platz zwei der teuersten Großstädte liegt Frankfurt am Main. Hier stiegen die Preise am stärksten. Mit knapp 5.700 Euro kostet der Quadratmeter hier elf Prozent mehr als im Vorjahr. In Hamburg muss ein Käufer im Schnitt 5.054 Euro auf den Tisch legen. Die Bundeshauptstadt Berlin überholt mit 4.640 Euro pro Quadratmeter – knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr – die Schwabenmetropole Stuttgart (4.590 Euro) und liegt damit im Ranking auf Platz vier.

 

 

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Quelle: Postbank Wohnatlas, in Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) Für die Studienreihe wurden 401 Städte und Kreise untersucht.

Michael Schäfer Ihr Immobilienmakler für den Verkauf und die Vermietung Ihrer Immobilie hat 4,78 von 5 Sternen 89 Bewertungen auf ProvenExpert.com