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Die wichtigste Neuerung am Immobilienmarkt: Bundesbauministerin Klara Geywitz kann 2023 aus einem größeren Geldtopf schöpfen: Über sieben Milliarden Euro umfasst das Budget für das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), 2,3 Milliarden mehr als ursprünglich veranschlagt.

Was erwartet uns 2023 und wie sehen wir den Immobilienmarkt? Hier ein Ausblick:

 

 Mehr Wohneigentum für Familien.

Die neue Wohneigentumsförderung löst, voraussichtlich ab Juni 2023, das umstrittene Baukindergeld ab, das mit dem Jahr 2022 ausgelaufen ist. Das hier eingesparte Geld soll zum Teil dem Programm „Altersgerecht bauen“ zugutekommen. Die Mittel der staatlichen Förderbank KfW werden um 7,25 Millionen auf 70,25 Millionen Euro aufgestockt. Ziel der Wohneigentumsförderung ist es, Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind und einem Bruttojahreseinkommen von bis zu 60.000 Euro (bei mehreren Kindern erhöht sich die Grenze um jeweils 10.000 Euro) durch zinsverbilligte KfW-Kredite von 140.000 bis maximal 240.000 Euro den Erwerb eigenen Wohnraums zu ermöglichen. Im Gegensatz zum Baukindergeld darf die neue Wohneigentumsförderung nicht für Bestandsimmobilien verwendet werden. Wer nicht bauen will, muss einen Neubau kaufen, der mindestens den Standard „klimafreundliches Gebäude“ erfüllt.

 

Stadtentwicklung und Städtebauförderung.

Der Etat für Stadtentwicklung und Raumordnung bleibt auf Vorjahresniveau. Gut 1,5 Milliarden Euro stehen zur Verfügung, davon sind 228 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Einrichtungen vorgesehen. Für die Städtebauförderung steht auch in diesem Jahr eine Milliarde Euro zur Verfügung, 790 Millionen Euro davon gehen an die Länder. Für zusätzliche Wohnraumschaffung wurden 1,5 Millionen Euro in den Bauetat übertragen.

 

Immobilien erben wird teurer.

Wie bereits im Dezember-Newsletter berichtet, hält der Staat beim Vererben von Immobilien deutlich stärker die Hand auf, ohne die Erbschafts- und Schenkungssteuer direkt zu erhöhen: Ab 2023 werden Immobilien steuerlich im Schnitt um 20 bis 30 Prozent, in Einzelfällen sogar um 50 Prozent höher bewertet. Die Freibeträge (500.000 Euro für den Ehepartner, 400.000 Euro pro Elternteil für jedes Kind) bleiben jedoch unverändert und werden laut Einschätzung des Eigentümerverbands Haus & Grund künftig wohl häufiger überschritten.

 

Gas- und Strompreisbremse ab März.

Um die stark gestiegenen Energiepreise abzufedern, will die Ampelregierung eine Gas- und Strompreisbremse einführen. Für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs wird privaten Haushalten ein Gaspreis von zwölf Cent und ein Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde (jeweils brutto) garantiert. Für den restlichen Verbrauch muss der normale Marktpreis gezahlt werden. Für Fernwärme beträgt der gedeckelte Preis 9,5 Cent je Kilowattstunde. Eine vierköpfige Familie mit einem Gasverbrauch von 15.000 Kilowattstunden im Jahr zum Beispiel würde beim derzeitigen Gaspreis von 18,9 Cent je kWh also 828 Euro sparen. Außerdem will die Bundesregierung per Gesetz verhindern, dass Energieversorger mit ungerechtfertigten Preiserhöhungen die eigenen Kassen füllen. Die Versorger müssen die Notwendigkeit einer Preiserhöhung gegenüber dem Bundeskartellamt rechtfertigen.

 

 

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Preisrückgang moderat

Jahrelang stiegen die Immobilienpreise stetig an. Im 3. Quartal 2022 sind die Preise für Wohnimmobilien jedoch erstmals im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Aktuelle Daten der vdpResearch GmbH zeigen, dass in sechs der sieben größten deutschen Städte die Preise zwischen 0,3 und 0,9 Prozent gesunken sind, mit Ausnahme von Berlin. Obwohl viele erwarten, dass die Preise auf dem Immobilienmarkt 2023 weiter sinken werden, rechnen Immobilienexperten mit einem moderaten Preisrückgang. Eine Studie der DZ Bank geht von einem Preisrückgang von 4 bis 6 Prozent aus.

 

Bestandsimmobilien sind wieder gefragter

Steigende Zinsen, Preiserhöhungen bei Bauprodukten und erhöhte Energiekosten behindern derzeit die Neubautätigkeit in Deutschland. An vielen Orten ist es schwierig, ein passendes Angebot für eine Neubauimmobilie zu finden – und wenn, dann ist es oft zu teuer. Das könnte sich auf die Nachfrage nach Bestandsimmobilien positiv auswirken. Wenn Sie Eigentümer einer solchen Immobilie in gutem Zustand sind, könnten Sie im neuen Jahr mit einem steigenden Interesse rechnen.

 

Immobilien in Randlagen werden beliebter

Trotz Rückgang sind die Immobilienpreise in den Großstädten aber immer noch hoch. In Verbindung mit den erschwerten Finanzierungsbedingungen können sich viele Familien ihren Wunsch nach Wohneigentum in den Metropolen momentan nicht erfüllen. Der Immobilienmarkt abseits der zentralen Stadtlagen werde für KaufinteressentInnen dadurch aber sehr viel attraktiver. Hier haben Sie als EigentümerIn bessere Chancen Ihre Immobilie zu einem guten Preis zu verkaufen. Dabei könnte es sich auch positivauswirken, dass sich 2023 die steuerlichen Konditionen für das häusliche Arbeitszimmer und HomeofficeZeiten verbessern. Damit wird es noch attraktiver, von zu Hause zu arbeiten.

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Quellen: bundesregierung.de, haufe.de, haus.de, zeit.de, tagesschau.de, hausundgrund.de, kreiszeitung.de immoscout24

 

 

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