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Energie aus erneuerbarer Herstellung für den Hausgebrauch
Jeder zweite Neubau in Deutschland verwendet mittlerweile regenerative Energie für den Wärmebedarf des Hauses.
Bei Bestandsgebäuden gilt seit 1. Februar 2002 eine Nachrüstpflicht. Hier ein kurzer Überblick über einige beliebte Alternativenergien.
Seit  1. Januar 2009 ist das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in Kraft getreten.
Bauherren sind nun dazu verpflichtet, einen Teil des Wärmeenergiebedarfs ihrer Immobilie mit erneuerbaren Energien zu decken. Sogar der Anteil der jeweils gewählten Energiequelle am gesamten Bedarf ist genau vorgeschrieben.

 

Nach einem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2020 erstmals über die Hälfte der Neubauten (50,5 Prozent) mit Anlagen ausgerüstet, die nicht zusätzlich, sondern überwiegend, also primär, mit erneuerbaren Energiequellen wie Wärmepumpen, Solarthermie, Holz, Bio-gas oder -masse arbeiten. Die bevorzugte Primärquelle war die Wärmepumpe (45,8 Prozent), gefolgt von der konventionellen Gasheizung. Neue Ölheizungen werden nur noch in 0,7 Prozent der Neubauten eingebaut. Der Großteil der Eigentümer, die erneuerbare Energien als zusätzliche Energiequelle verwenden, entschied sich für Solarthermie und Holz.

 

 

Nachrüstpflicht für Ein-oder Mehrfamilienhäuser

Für Eigentümer von Ein- oder Mehrfamilienhäusern, die ihre Immobilie nach dem 1. Februar 2002 erworben haben, gilt eine Nachrüstpflicht.
Wer auf alternative Energiequellen für Heizung und Warmwasser umrüsten will, muss bei der Entscheidung für eine Technik neben den Kosten verschiedene weitere Aspekte berücksichtigen: Neben dem Dämmzustand und ggf. der Lage des Hauses spielt auch der Platzbedarf eine Rolle.

So braucht eine Heizung mit Holzpellets natürlich einen Lagerraum für den Brennstoff – was kein Problem darstellt, wenn sie eine ausgemusterte Ölheizung ersetzen soll. Der Einbau einer Holzpelletheizung ist also gerade für ältere Bestandsgebäude eine gute Lösung. Der Pelletkessel als Zentralheizung versorgt das gesamte Gebäude mit Wärme für Heizung und Brauchwasser.

Platz benötigt auch die als primäre Energiequelle beliebte Wärmepumpenheizung. Sie entzieht der Umwelt (Luft, Grund-/Oberflächenwasser oder Erdreich) Wärme und hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau an, um das Hausinnere zu beheizen. Sie funktioniert am besten in gut gedämmten Häusern, idealerweise mit einem Flächenheizsystem wie der Fußbodenheizung. Effizienz und Investitionskosten der Wärmepumpenheizung hängen davon ab, welche der oben aufgeführten natürlichen Wärmequellen genutzt wird.

Wie der Name schon sagt, nutzt die Solarthermie Licht und Wärme der Sonne. In den Kollektoren, flachen Kästen oder Röhren auf dem Hausdach, zirkuliert eine Flüssigkeit, welche die aufgenommene Wärme über einen Wärmetauscher an die Warmwasser- und Heizanlage weiterleitet. Wesentlicher Bestandteil ist ein ausreichend großer Warmwasserspeicher, denn der Wärmebedarf im Haus ist ja meist dann am größten, wenn die Sonneneinstrahlung weniger intensiv ist. In Verbindung mit Smart-Home-Technik kann das Warmwasser auch direkt für Wasch- und Spülmaschine verwendet werden.

Alternative zu erneuerbarer Energie

Übrigens können Hauseigentümer, die nicht in erneuerbare Energien investieren wollen, auch andere Maßnahmen ergreifen, insofern die Energieeffizienz des Gebäudes damit deutlich verbessert wird. So kann man zum Beispiel ein Nah- oder Fernwärmenetz nutzen, das zum Teil mit erneuerbaren Energien oder auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben wird. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird gleichzeitig Strom und Heizwärme erzeugt. Die durch den Einsatz eines Brennstoffes (z. B. Gas) erzeugte Abwärme wird in ein angeschlossenes Heizsystem eingespeist und so als Nah- oder Fernwärme genutzt. Der in KWK-Anlagen eingesetzte Brennstoff hat einen höheren Nutzungsgrad als konventionelle Stromgeneratoren. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und reduziert die Kohlenstoffdioxid-Emission – was zum Umweltschutz beiträgt. Ersatzweise kann der Eigentümer sein Haus auch dämmen. Der Energiebedarf des Hauses muss dann um 15 Prozent unter den gesetzlichen Anforderungen liegen.

Informationen zu finanziellen Förderungen gibt es unter www.bafa.de. Zuschüsse erhalten Eigentümer jedoch nur, wenn die energetischen Sanierungen über die im EEWärmeG vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgehen.

 

 

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